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   25.02.14 11:52
    Hey Saf, Find ich auch.






Funpark - Fun pur

In Funparks hat man für gewöhnlich Spass. Dies zumindest verspricht der Name. Gestern war ich in einem solchen Vergnügungspark mit meinen Nachbarn. Die kleine Anna versprach mir „überraschend gute Attraktionen“. Im Austausch dafür sollte ich ihr später ein Eis oder Bonbon spendieren. Ich nahm den Deal an.

 

Die Ernüchterung kam schon bald. Diese hoch angepriesenen „überraschend guten Attraktionen“ bestanden zum grossen Teil aus elektrisch betriebenen Schaukelpferden, jungen Damen in Prinzessinnenkostümen und aus Märchenbahnen, wobei die Prinzessinnen zu meinem Erstaunen nicht das geringste Übel darstellten.

 

Schon früh wollte Anna auf elektrobetriebene Autos. In grosser Schrift mit „Formel 1“ betitelt, hielten die kleinen Wagen nicht, was sie versprachen – zumindest von der Geschwindigkeit her. Ich entschloss mich, sie ein wenig zu necken.

Ich: „Du kannst doch gar nicht Auto fahren.“

Anna: „Was weisst Du denn schon?“

Ich: „Ich weiss, dass Du zu klein bist!“

Anna: „Schau gut hin!“

 

Annas hübsche Mutter verdrehte die Augen und der Vater grinste bloss. Kaum in dem Wagen, gab die Kleine Gas. Immer wieder grinste sie mich an und glotzte zu uns hinüber. In der dritten Runde dann schaute sie mich in der Zielkurve an und lachte laut. Zugegeben, ihre Rundenzeiten waren spitze, Anna schlug sich sehr gut. Doch sie nahm den Blick nicht von uns und näherte sich unglaublich schnell den auf den Boden gelegten Rohren, welche die Streckenmarkierung signalisierten. Ich zeigte nach vorn und fuchtelte mit den Händen und Anna grinste und lächelte. Je mehr ich ihr zu verstehen geben wollte, sie solle nach vorn schauen, umso mehr lachte sie, nicht ahnend, dass sie sich bald neben der Strecke befinden würde. Und so kam es; Es rumpelte und der Wagen hüpfte von der Fahrbahn. Die Mutter mit einem kurzen Schrei; „Anna“, der Vater besorgt auf die Bahn springend und die Verantwortlichen, ebenfalls hinterher rennend, bot sich mir ein Bild welches ich im Leben nie vergessen werde. Sie müssen sich vorstellen; Die Wagen sind zu langsam, dass irgendetwas passieren könnte, Anna blieb einfach stehen. Doch das Durcheinander, welche diese eine Sekunde auf und neben der Stecke anrichtete war verheerend. In der „Grossenwelt“ wäre in jenem Augenblick der Safety Car zum Einsatz gekommen. Als ich sah, dass die kleine Anna sich halb kaputt lachte, musste ich es ihr gleich tun. Die Mutter gab mir eins zwischen die Rippen, lachte dann jedoch genüsslich mit. Bis am Schluss, ging das Gelächter um die ganze Strecke und die Situation normalisierte sich schnell.

 

Wieder in Sicherheit, bestand Anna auf ihr Eis. Für dieses Entertainment jedoch kaufte ich ihr auch gleich noch einen Sack Bonbons dazu!

 

Saf

8.4.14 21:40


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Wie klingt Ken?

Meiner Nachbarn kleine Tochter Anna (Name geändert) konfrontierte mich neulich mit einer Sache, welche ich vor nicht allzu langer Zeit noch als Schikane gedeutet hätte. Die Geschichte dahinter ist erfreulich zu lesen, zumal ich einen Wandel zu weiblichem Denken durchgemacht habe.

 

Also; Meine hübsche Nachbarin kam am Morgen zu mir und drückte in Hektik auf der Klingel umher. Sie schaute immerzu auf die Uhr und somit entschloss ich mich, noch einige Sekunden durch den Türspion zu blicken, bevor ich laute Schritte simulierte und schliesslich die Tür öffnete.
„Saf, bitte, kannst Du für eine kleine Weile auf Anna aufpassen? Ich muss zum Doktor und der Babysitter hat kurzfristig abgesagt.“ Einen Meter tiefer trat bereits die Kleine vor und schritt in einer unerhörten Selbstverständlichkeit neben mir vorbei. Noch bevor ich meiner Gesprächspartnerin mein obligatorisches „Aber“ an den Kopf werfen konnte sprintete sie bereits in olympischer Manier zurück zu ihrem Auto. Ich drehte mich um und wäre vor Schreck fast mit gerannt; Die süsse kleine Anna hielt in ihren kleinen Händchen je ein mir bekanntes Utensil; links eine Barbie und rechts Ken, den ich an diesem Vormittag noch genauer kennenlernen sollte. Mit ihren dunkelbraunen Rehaugen blickte sie mich erwartungsvoll an.

 

Fünf Minuten später hockten wir auf dem  Teppich im Wohnzimmer und dinierten. Barbie, also Anna, sprach mit piepsender Stimme zu mir, unter deren Frequenz selbst der grösste Hund die Flucht ergriffen hätte. Ich gab Antwort. Anna schaute mich entgeistert an und stellte dieselbe Frage erneut, noch piepsender! Ich gab Antwort. Dann legte sie die Puppe nieder und meinte;
„Saf, du bist Ken, du bist nicht Saf!“
Ich; „Ja, ich spiel doch Ken.“
Anna; „Aber du klingst nicht wie Ken“
Ich; „Oh!“ Erneut piepste Barbie los und dieses Mal kramte ich meine beste, männlichste Stimme heraus.
Anna; „Ken klingt scheisse!“ Ich riss die Augen auf und konnte kaum glaube, was ich aus diesem kleinen Kindermund hörte; „Ken klingt scheisse“! Anna ist dreieinhalb jährig! Auf die anschliessende Diskussion hin, wie Ken zu klingen hätte und ob Anna mir ein Beispiel geben oder eine Lehrstunde erteilen könnte, ging die Kleine nicht ein. Stattdessen setzte sie sich auf das Sofa und bat mich, doch den Fernseher einzustellen. Ich tat also, was die Prinzessin mir befahl. Zurückgezogen in der Küche erwischte ich mich, wie ich die Original-Ken-Stimme zu imitieren versuchte. Hie und da kamen Kommentare vom Nebenzimmer wie „immer noch scheisse“ oder „übe weiter Saf“. Irgendwann hab ich’s dann jedoch aufgegeben.

 

Wie dem auch sei, meine kleine Morgenbegleitung hat zu meiner Freude schliesslich der gutaussehenden Mutter vorgeschwärmt, wie schön doch der Morgen gewesen sei. Und ich muss zugeben, auch mir hat es grossen Spass gemacht einmal kurz in Barbie’s und Ken’s Welt einzutauchen, auch wenn ich einer Wiederholung mit gemischten Gefühlen entgegensehe.

 

Saf
7.3.14 09:09


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